Rewiring%20Australia_crop_tcm9-33226.jpg

Australiens Zukunft neu verdrahten

Das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Landes.

Australien ist etwa 21-mal größer als Deutschland, hat aber mit etwa 23 Millionen Einwohnern eine sehr viel geringere Bevölkerungsdichte. Die dünne Besiedlung macht den Breitbandausbau zur technischen und ökonomischen Herausforderung. Obwohl Australien eine der stärksten Volkswirtschaften der Welt ist, müssen seine Einwohner bisher extrem langsame Internetgeschwindigkeiten hinnehmen. In vielen ländlichen Gegenden gibt es nur einen schwachen oder gar keinen Internetzugang.

Vier Jahre früher und AU$ 30 Mrd. günstiger

Wie lassen sich 60.000 Versorgungsgebiete, die quer über das Land verteilt sind, am schnellsten und kostengünstigsten an ein Breitbandnetz anschließen? Um das herauszufinden, erarbeitete ein globales Team aus mehr als 30 BCG-Mitarbeitern – darunter Fachleute für Geoanalytik, Angewandte Mathematik und Bauwesen sowie Experten für Breitbandtechnologien – verschiedene Modelle.

Unsere Analyse ergab, dass Einsparungen von AU$ 30 Mrd. und eine um vier Jahre kürzere Bauzeit möglich wären. Ursprünglich hatte die Regierung geplant, beim Ausbau des Netzes fast ausschließlich auf die aufwändige Fiber-to-the-Premises-Technologie (FTTP) zu setzen. Unsere Empfehlung lautete stattdessen, nicht nur eine Breitbandtechnologie einzusetzen, sondern fünf: Kabel, FTTP (Verlegung bis ins Gebäude), FTTN (Verlegung bis zum Verteiler), FTTdp (Verlegung bis in die Straße) sowie Fixed-Wireless (als fester Funkdienst).

Dank der neuen, durch BCG entwickelten Strategie kann das umfassende Breitbandnetz bis 2020 fertiggestellt werden. Viele bisher unterversorgte städtische und ländliche Gegenden ebenso wie entlegene Buschregionen können schneller an das Netz angeschlossen werden.

Rewiring%20Australia_2_tcm9-19945.jpg
The new NBN strategy will roll out fast broadband service sooner, including to major cities, where nearly three-quarters of all Australians live and work. Photo: Magnum