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Wolford ist Österreichs Spitzenreiter bei Geschlechterdiversität

Der BCG Gender Diversity Index Österreich 2018 analysiert das Geschlechterverhältnis in Österreichs 50 größten börsennotierten Unternehmen // Strumpfhersteller Wolford und Versicherer Vienna Insurance Group haben das ausgeglichenste Verhältnis der Geschlechter in den Führungsetagen // Knapp 90 Prozent der Vorstände ausschließlich männlich besetzt // Insgesamt nur acht Frauen in den Vorständen der Top-50-Unternehmen, davon aber drei Vorstandsvorsitzende 

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Wien – Die Geschlechtervielfalt ist in Österreichs Führungsetagen in der Breite noch nicht angekommen, dafür gibt es aber vereinzelt Managerin­nen, die es nicht nur in den Vorstand, sondern sogar bis zum Vorstandsvorsitz geschafft haben – anders als in vielen anderen Ländern. Das zeigt die Studie (Em)Power Women: BCG Gender Diversity Index Österreich 2018 - Wo Chefetagen in Sachen Vielfalt stehen der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG), die die Vielfalt in Vorstand und Aufsichtsrat der 50 größten börsennotierten Unter­nehmen Österreichs vergleicht. Der Index ist von BCG im Rahmen einer gemein­sam mit dem Wirtschaftsmagazin trend lancierten Initiative für mehr Vielfalt in der Wirtschaft erarbeitet worden. Es ist der erste Gender-Diversity-Index für Österreichs 50 größte börsennotierte Unternehmen, der nicht allein die Frauen­quote in Vorstand und Aufsichtsrat betrachtet, sondern auch einen Vergleich der Vergütung miteinbezieht.

Im Schnitt erreichen die untersuchten Unternehmen nur 28 von maximal 100 erreichbaren Punkten. Spitzenreiter des Index, also die Unternehmen mit der höchsten Geschlechter- und Gehaltsparität, sind der Strumpfwarenhersteller Wolford mit knapp 90 Punkten und der Versicherer Vienna Insurance Group mit 88 Punkten. Beide weisen damit das ausgeglichenste Verhältnis der Geschlechter in Vorstand und Aufsichtsrat auf sowie die ähnlichste Bezahlung von Männern und Frauen in diesen Gremien. Auf den weiteren Plätzen der Rangliste folgen mit Abstand der Leiterplattenhersteller AT&S mit 70 Punkten und die BKS Bank mit 65 Punkten. 90 Prozent der Unternehmen gehören zu den Nachzüglern mit 0 bis 49 Punkten. Zwanzig Prozent, also zehn Unternehmen, gehen mit null Punkten sogar leer aus: Bei ihnen ist keine einzige Frau Mitglied in Vorstand oder Aufsichtsrat.

„Österreichs Konzerne sind weit weg von ‚halbe-halbe‘, der Anteil der Frauen in den Führungsgremien, Vorstand und Aufsichtsrat, liegt im Schnitt nur bei 13 Prozent“, sagt Sabine Stock, Partnerin bei BCG und eine der Autorinnen der Studie. „Frauen verdienen in diesen Gremien auch durchschnittlich 16 Prozent weniger als Männer. In Österreich gibt es in puncto Geschlechterdiversität Handlungsbedarf.“

Vorstand nach wie vor „Männerdomäne“
Knapp 90 Prozent der österreichischen Vorstände sind nach wie vor ausschließ­lich männlich besetzt, zeigt die Studie. In Österreichs Top-50 börsennotierten Unternehmen gibt es insgesamt acht Frauen in Vorständen, davon immerhin drei weibliche Vorstandsvorsitzende und vier in Kernfunktionen wie Finanzen. Im Vergleich der Vorstände aller untersuchten Unternehmen, also auch der rein männlich besetzten, erhalten die weiblichen Vorstandsmitglieder nur rund die Hälfte (52 Prozent) der männlichen Gehälter. „Frauen, so scheint es, sind in den ‚richtigen‘ Vorstandspositionen, aber nicht in den gut bezahlen­den Unternehmen im Vorstand“, so Stock.

In den Aufsichtsräten der 50 größten österreichischen börsennotierten Konzerne sieht es besser aus: Inzwischen ist in 76 Prozent der Aufsichtsräte der untersuch­ten Unternehmen mindestens eine Frau vertreten. Das Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat („GFMA-G“), das seit 01.01.2018 eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent in Aufsichtsräten fordert, könnte diese Entwicklung beflügelt haben. Aktuell erfüllen 40 Prozent der 50 untersuchten Unternehmen die Quote.

„In den Unternehmen muss das Bewusstsein wachsen, dass Vielfalt kein Selbst­zweck ist, sondern dem Unternehmenserfolg dient. Es gibt kein ‚Geheimrezept‘ zur Erreichung von Diversität. Unterneh­men brauchen dafür klare Ziele, effektive Maßnahmen und einen langen Atem“, sagt Sabine Stock. 

Download der Studie   

Pressekontakt:   

Boston Consulting Group        
Laura Diessl        
Head of Communications Austria

Tel. +43 1 537 56-8286        
diessl.laura@bcg.com        
Am Hof 8        
1010 Wien

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