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Connecting Aspirations: The Transformer and the Explorer

Su En returned home to Malaysia to help transform her country. Adrien left home to explore and improve the world. Both are achieving their ambitions at BCG with the help of some life-changing career experiences.

Su En verbrachte sechs Jahre in Großbritannien, wo sie ihren Abschluss an der London School of Economics machte und ihre berufliche Laufbahn bei einer Unternehmensberatung startete. 2010 verspürte sie den Wunsch, in ihre Heimat zurückzukehren.

Seit Jahren verließen junge Menschen – darunter Studenten und gut ausgebildete Fachkräfte – ihr Heimatland Malaysia und gingen ins Ausland. Su En wollte dazu beitragen, diesen Trend umzukehren. „Ich hatte das Glück, dass mir großartige Chancen geboten wurden und ich wertvolle Erfahrungen machen konnte“, sagt sie. „Ich empfand es als meine Verantwortung, diese Erfahrungen mit nach Malaysia zu bringen, um in meinem Land konkrete und spürbare Veränderungen zu erzielen.“

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Was in Malaysia geschieht, macht mir Hoffnung. Besonders erfreulich ist es, zu sehen, dass meine Generation diese Veränderungen vorantreibt.

Wissen und Erfahrungen nach Hause bringen

Su En ist ihrer Überzeugung gefolgt und hat an der Gründung von Teach For Malaysia mitgewirkt. Die gemeinnützige Organisation verfolgt das Ziel, hochwertige Bildung allen gleichermaßen zugänglich zu machen – unabhängig von Geschlecht, sozialer Herkunft oder anderen Kriterien. Das BGC-Büro in Kuala Lumpur war einverstanden, ein Jahr lang auf Su En zu warten und das Jobangebot, das sie bekommen hatte, solange aufrechtzuerhalten. So konnte sie gemeinsam mit dem Gründungsteam der Organisation das Startup aufbauen. Ihre Aufgabe war es, die Talentstrategie zu entwickeln und die 50 Stipendiaten des ersten Jahrgangs auszuwählen: leistungsstarke malaysische Hochschulabsolventen, die zwei Jahre lang an Problemschulen unterrichteten und den Schülern halfen, sich ehrgeizige Ziele zu setzen und ihr Potenzial zu entdecken.

Auch nach ihrem Eintritt in unser Office in Kuala Lumpur im Jahr 2011 setzt sich Su En weiterhin engagiert für Veränderungen in ihrem Heimatland ein. Sie ist an Schlüsselprojekten mit erfahrenen Führungskräften sowohl aus dem privaten Sektor als auch der Regierung beteiligt. Dazu gehört ein Transformationsprogramm für ein Ministerium in Malaysia, das die gesamte Organisation umfasst. „Ich bin dankbar dafür, über eine Plattform zu verfügen, die es mir ermöglicht, derart tiefgreifende Veränderungen zu bewirken“, sagt Su En. „Um den langfristigen Erfolg des Programms sicherzustellen, zielten wir sowohl auf einen Struktur- als auch einen Bewusstseinswandel ab. Dadurch wurden die Mitarbeiter befähigt, ihre eigenen Initiativen umzusetzen und so den Transformationsprozess ihres Ministeriums weiter voranzutreiben.“

Als Mitglied der örtlichen Kirche und durch den Hub der Global Shapers in Kuala Lumpur ist Su En eng in die örtliche Gemeinschaft eingebunden. Die Global Shapers sind eine Initiative des World Economic Forum, in der sich junge Führungskräfte – wie Su En – mit unterschiedlichen Hintergründen in einem Netzwerk aus mehr als 400 städtischen Zentren („Hubs“) organisiert haben. Sie alle vereint der Wunsch, auf der Grundlage ihrer Erfahrungen einen Beitrag zur Lösung der drängendsten gesellschaftlichen Probleme in ihren jeweiligen Gemeinschaften zu leisten. 

„Bei vielen jungen Malaysiern habe ich einen wunderbaren Möglichkeitssinn erlebt. Sie haben den Wunsch, die Zukunft mitzugestalten, und sind motiviert, selbst die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken.“

Su En Yong

Kompetenzen erweitern, Erfahrung sammeln – weltweit

Adrien wurde in Frankreich geboren, betrachtet sich aber als Weltbürger. Bevor er 30 Jahre alt wurde, hatte er bereits in sieben verschiedenen Ländern gelebt, darunter Großbritannien, Thailand und Peru. Adrien begann 2008 bei BCG. Er war in unseren Büros in Paris und Bangkok tätig und hat in mehr als einem Dutzend Ländern gearbeitet. Er freut sich darauf, in neue Regionen vorzustoßen.

„Ich mag es sehr, zu reisen und neue Menschen und ihre Kulturen kennenzulernen – wie sie leben, was sie antreibt“, erklärt Adrien. „Ich habe schon in so vielen Ländern gelebt, dass es mir mittlerweile leicht fällt, mich an neue Kulturen anzupassen, auf unterschiedliche Menschen zuzugehen und mich in verschiedene Umgebungen einzufinden.“

Adrien interessiert sich sehr für das Thema nachhaltige Entwicklung. Aus diesem Grund hat er sich für eines unserer Social Impact Secondments beim WWF beworben. Im November 2013 wurde er Mitglied des Water-Stewardship-Teams der Organisation und begann im WWF-Büro im südafrikanischen Kapstadt zu arbeiten.

Beim WWF unterstützt Adrien lokale Teams in 16 Flussgebieten weltweit –darunter große Fließgewässer wie der Mekong und der Sambesi – dabei, Strategien für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zu entwickeln und umzusetzen. In jeder Region bringt Adrien führende Persönlichkeiten aus Industrie, Landwirtschaft, Regierungsbehörden und lokalen Gemeinschaften zusammen, um die Risiken in Bezug auf die von ihnen gemeinsam genutzten Wasserressourcen besser zu verstehen. Er unterstützt sie dabei, Aktionspläne auszuarbeiten, um ihre gemeinsamen Interessen durch nachhaltiges Wasserressourcenmanagement zu schützen.

„Unsere Gespräche drehen sich nicht darum, Bäume und Tiere zu umarmen, sondern Risiken zu messen und einzugrenzen, die nicht nur für Ökosysteme eine Bedrohung darstellen, sondern auch für die Lebensgrundlagen vieler Menschen und für wirtschaftliche Erträge“, erklärt Adrien. „Meine wichtigste Aufgabe ist es, die örtlichen WWF-Teams mit den Tools auszustatten, die sie benötigen, um Veränderungen umzusetzen.“

Wenn Adrien nicht arbeitet, nimmt er gern an Safaris in Südafrika teil oder reist mit seiner Frau zu abgelegenen Zielen wie Papua-Neuguinea. „Viele Kollegen meinen vermutlich, dass ich ganz schön seltsame Reisen mache“, sagt er. „Aber man lernt die Welt nur dann wirklich kennen, wenn man in sie eintaucht.“

Fotos: Paolo Pellegrin (Magnum Photos)

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