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Halbleiterhersteller Siltronic erfolgreichstes Unternehmen seit der Finanzkrise

BCG-Studie Comeback Kids 2019 zeigt, welche Firmen nach der Finanzkrise am stärksten durchgestartet sind // Top Ten haben seit der Krise Gewinnmarge um 13 Prozentpunkte mehr verbessert und Wert siebenmal stärker gesteigert als der Durchschnitt // Geheimnis des Erfolgs: schnell und konsequent handeln, um Flexibilität im Aufschwung zu bewahren

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Düsseldorf – Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 hat viele Unternehmen in existenzielle Nöte gebracht – manche sind daran gescheitert, andere haben sie gemeistert. Die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) hat in der Studie Comeback Kids 2019: Durchstarten nach der Finanzkrise die Unternehmen identifiziert, die in den zehn Jahren nach der Krise bei der Verbesserung der Gewinnmarge und der Wertsteigerung am besten abgeschnitten haben. Diese zehn „Comeback Kids“ sind:

„Die Wirtschafts- und Finanzkrise war ein gemeinsamer Nullpunkt, der fast alle Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht hat“, sagt Studienautor Ralf Moldenhauer, Senior Partner bei BCG. „Die Comeback Kids haben diese schwierigen Rahmenbedingungen zur strategischen Neuausrichtung exzellent genutzt und nachhaltig Wert geschaffen.“ Das zeigt der Erfolg über den Betrachtungszeitraum von einem Jahrzehnt. Für die Studie hat BCG die wirtschaftliche Entwicklung deutscher börsennotierter Unternehmen ab einer Größe von 500 Millionen Euro Umsatz in den zehn Jahren nach Ausbruch der Krise analysiert. Insgesamt waren 153 Unternehmen Teil der Untersuchung.

Comeback Kids bei Gewinnmarge und Wertsteigerung am besten
Die Kernfaktoren der Studie sind die Entwicklung der operativen Marge (EBITDA) sowie des „Total Shareholder Return“ (TSR), also der absoluten Wertsteigerung für Investoren. Für das Ranking wurden beide Aspekte gleich gewichtet. „Die Comeback Kids überragen die Konkurrenz sowohl mit Blick auf die operative Performance als auch auf die Wertsteigerung um Längen“, sagt Transformationsexperte Moldenhauer.

Spitzenreiter ist die Siltronic AG. Der Halbleiterhersteller erreichte eine Verbesserung der EBITDA-Marge von 56 Prozentpunkten seit dem Tiefpunkt in der Krise sowie einen Total Shareholder Return von 48 Prozent pro Jahr in diesem Zeitraum. Ebenfalls aus der Halbleiterindustrie kommt Infineon Technologies auf Rang zwei. Insgesamt stammen die zehn Comeback Kids aus unterschiedlichen Branchen und variieren in Größe und Struktur. So sind der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius, das Intralogistikunternehmen Jungheinrich, der Anbieter von Mobilitätslösungen Sixt, der Technologiekonzern Jenoptik, der Eisenbahnlogistiker VTG, der Medienkonzern Axel Springer, das E-Health-Unternehmen CompuGroup Medical sowie der Automobilzulieferer Grammer unter den besten zehn.

In der Gesamtbetrachtung haben die Comeback Kids die EBITDA-Marge seit dem Tiefpunktjahr 2009 um 13 Prozentpunkte mehr gesteigert als die Vergleichsbasis der anderen Unternehmen. Gleichzeitig erzielten sie eine siebenfach höhere absolute Wertsteigerung.

Erfolgsgeheimnis: Comeback Kids reagieren schnell und nutzen Konjunktur
„Es gibt kein Patentrezept, wie in schwierigen Lagen zu verfahren ist, aber die Comeback Kids zeigen eine Reihe von typischen Strategien, die sie zum Erfolg geführt haben“, erläutert Ralf Moldenhauer. Dabei gehe es darum, eine ausgewogene Balance zwischen schneller Mittelfreisetzung und langfristiger Strategie zu finden, um eine Fokussierung des Wachstums zu ermöglichen. Gleichzeitig seien Unternehmenskultur und Mitarbeiterengagement die Grundpfeiler allen Erfolgs.

Warum die Comeback Kids durchgestartet sind, zeigt sich bei Betrachtung der Strategien in Kombination mit der Konjunktur. Die wirtschaftliche Gesamtentwicklung nach der Krise lässt sich in vier Phasen gliedern:

„Die Comeback Kids zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre jeweiligen Strategien konsequent auf die konjunkturellen Chancen ausgerichtet haben“, sagt Ralf Moldenhauer. „Besonders deutlich wird, dass sie in der Krise sofort Liquidität geschaffen haben, die sie robuster und handlungsfähig machte. Nach der Finanzkrise richteten sie sich auf Wachstum aus – durch strategische Zukäufe und aus eigener Kraft.“ So hat sich die Cash-Quote der zehn Comeback Kids während der Krise zunächst um 63 Prozent durchschnittlich pro Jahr erhöht und schließlich durch Investitionen wieder um durchschnittlich 56 Prozent verringert. Die Vergleichsbasis steigerte die Cash-Quote nur um 41 und verringerte sie dann um 13 Prozent.

Trotz der Finanzkrise als gemeinsamem Nullpunkt gelte, dass die jeweiligen Rahmenbedingungen überwiegend unternehmens- und teilweise branchenspezifisch sind, sagt Moldenhauer. Er resümiert aber: „Ausschlaggebend für den Erfolg ist eine klare Vision und die flexible Umsetzung der Strategien in allen konjunkturellen Phasen. Erfolgreiche Unternehmen handeln in solchen Phasen schnell. Das wird auch für die sich abzeichnende Abkühlung der Wirtschaft gelten.“

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Über den Report
Für die Studie Comeback Kids 2019: Durchstarten nach der Finanzkrise hat die Boston Consulting Group die wirtschaftliche Entwicklung deutscher börsennotierter Unternehmen ab einer Größe von 500 Millionen Euro Umsatz in den zehn Jahren nach Ausbruch der Finanzkrise analysiert. Insgesamt waren 153 Unternehmen Teil der Untersuchung. Zur Erstellung des Rankings wurde die Entwicklung der EBITDA-Marge sowie des „Total Shareholder Return“, also der absoluten Wertsteigerung für Investoren, analysiert und gleich gewichtet. Die Gruppe der analysierten Vergleichsbasis besteht aus den Unternehmen, die keine Comeback Kids sind. Unternehmen der Immobilien- und Finanzbranche wurden aufgrund mangelnder Vergleichbarkeit der Geschäftsmodelle bzw. Ergebnissteuerung ausgenommen.

Pressekontakt:

Boston Consulting Group
Alexander Gutmann
Media Relations

Tel. +49 211 3011 3531
Gutmann.Alexander@bcg.com
Königsallee 2
40212 Düsseldorf

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