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Investitionsprioritäten entscheiden über die digitale Zukunft von Unternehmen

Finanz- und Telekommunikationsbranche sind im Industrievergleich weltweit vorne // Digitale Vorreiter investieren stark in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und in Technologie // BCG-Studie zur digitalen Reife von Unternehmen verschiedener Branchen und Regionen

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München – Je mehr ein Unternehmen in die Fortbildung seiner Mitarbeiter und in Technologie investiert, desto größer ist sein digitaler Reifegrad. Der Digital Acceleration Index (DAI) der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) zeigt, dass vor allem digitale Vorreiter ihre Investitionsprioritäten auf diese beiden Punkte gelegt und damit einen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern haben. Der DAI wird von BCG regelmäßig erhoben, im Jahr 2019 zum dritten Mal. DAI-Vorreiter sind Unternehmen mit einem DAI-Wert von 67 bis 100, während Firmen mit weniger 43 Punkten als Nachzügler kategorisiert werden. Im Branchenvergleich sind weltweit die Finanzbranche und der Telekommunikations­sektor am weitesten fortgeschritten, wenn es um Digitalisierung geht. Ein Viertel der Unternehmen aus diesen Branchen gehören zu den digitalen Vorreitern, während die Energiebranche und der öffentliche Sektor schwächer abschneiden. Hier zählen 40 Prozent der Unternehmen zu digitalen Nachzüglern.

„Die richtige Priorisierung bei Investitionen ist elementar, um ein digitaler Vorreiter zu werden“, sagt Michael Grebe, Senior Partner und Technologieexperte bei BCG. Michael Rüßmann, Senior Partner und Experte für digitale Transformation, ergänzt: „Nachzügler sollten sich an der Investitionsstrategie der Vorreiter ihrer jeweiligen Industrien orientieren, damit sie auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben und der Abstand zur Spitze nicht noch größer wird.“

Bei Vorreitern arbeiten mehr Mitarbeiter in digitalen Projekten
Unternehmen mit großer digitaler Reife investieren über fünf Prozent ihrer Betriebs­kosten in digitale Projekte. Dies gilt für 65 Prozent der EU-Unternehmen unter den Vorreitern. In den USA liegt der Wert bei 90, in Asien bei 75 Prozent. Neben den richtigen Investitionen ist auch die digitale Weiterbildung der Mitarbeiter ein Kriterium, das Vorreiter von Nachzüglern unterscheidet. Bei über der Hälfte der Vorreiter arbeiten mehr als zehn Prozent der Angestellten auf digitalen Projekten oder in digitalen Rollen. Unter den Nachzüglern arbeiten nicht einmal bei jedem fünften Unternehmen (18 Prozent) mehr als zehn Prozent in diesen Funktionen. Zudem fokussieren sich mehr als ein Drittel der Vorreiter darauf, Pilotprojekte zu skalieren, während die meisten Projekte bei den Nachzüglern im Entwicklungsstadium bleiben.

Vorreiter geben viel für die Weiterbildung ihrer Angestellten aus. Global wollen knapp drei Viertel von ihnen die Anzahl ihrer Mitarbeiter mit digitalen Fähigkeiten erhöhen. Dabei soll die Zahl dieser Angestellten um über 20 Prozent erhöht werden. Darüber hinaus geben führende Unternehmen mehr als ein Fünftel ihrer digitalen Investi­tionen für Technologie aus, während es bei den Nachzüglern nur 16 Prozent sind. Doch besonders diese Investition zahlt sich aus. Bei Vorreitern liegt der DAI-Wert in der Unterkategorie Technologie bei 78 von möglichen 100. Nachzügler in diesem Bereich erreichen nur einen Wert von 29.

Digitale Vorreiter aus Asien sind im Bereich KI führend
Weltweit beschäftigen sich bei etwa der Hälfte der Vorreiter mehr als zehn Prozent der digitalen Arbeitskräfte mit dem Thema künstliche Intelligenz. Unternehmen aus Asien sind in diesem Bereich führend. Die Anzahl der Firmen, in denen sich mehr als zehn Prozent der Mitarbeiter aktiv mit KI befassen, ist in Asien mehr als doppelt hoch wie in der EU oder den USA. Bei der Anwendung der Technologie liegen Unternehmen aus Fernost ebenfalls vorn: 87 Prozent der asiatischen Unternehmen haben bereits Erfahrung im Umgang mit KI. In der EU sind es 78, in den USA 74 Prozent. 

„Asien ist in diesem Jahr zum ersten Mal Teil der Studie und liefert vor allem im Bereich künstliche Intelligenz ein starkes Ergebnis. Doch auch der Trend für die EU zeigt nach oben“, sagt Michael Rüßmann. „In der dritten Version des Reports wird nochmals klarer, dass kluge Investitionen in Mitarbeiter und in Technologie die Spreu vom Weizen trennen“, resümiert Michael Grebe.

Sie können die Studie hier herunterladen.

Über den Digital Acceleration Index (DAI)
Die Studie basiert auf dem BCG Digital Acceleration Index (DAI). Insgesamt wurden über 1.800 Manager und Führungskräfte gebeten, die digitale Reife ihrer Unter­nehmen auf einer Skala von 1 bis 4 in 35 Kategorien einzuschätzen. Auf Grundlage der Rohdaten wurden im nächsten Schritt Werte zu den jeweiligen Antworten auf einer Skala von 0 bis 100 ermittelt. Unternehmen mit einem DAI-Wert von 67 bis 100 gelten als Vorreiter, während Firmen mit weniger als 43 Punkten als Nachzügler katego­risiert werden.

Pressekontakt:

Boston Consulting Group
Philipp Keirath
Media Relations

Tel. +49 89 2317 4263
Keirath.Philipp@bcg.com
Ludwigstraße 21
80539 München

ABOUT BOSTON CONSULTING GROUP

Die Boston Consulting Group (BCG) unterstützt führende Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit dabei, Herausforderungen zu meistern und Chancen zu nutzen. Seit der Gründung 1963 leistet BCG Pionierarbeit im Bereich Unternehmensstrategie. Die Boston Consulting Group hilft Kunden, umfassende Transformationen zu gestalten: Die Beratung ermöglicht komplexe Veränderungen, eröffnet Wachstumschancen, schafft Wettbewerbsvorteile, verbessert die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und bewirkt so dauerhafte Verbesserungen des Geschäftsergebnisses.

Nachhaltiger Erfolg erfordert die Kombination aus digitalen und menschlichen Fähigkeiten. Die vielfältigen, internationalen Teams von BCG bringen tiefgreifende Expertise in unterschiedlichen Branchen und Funktionen mit, um Veränderungen anzustoßen. BCG verzahnt führende Management-Beratung mit Expertise in Technologie, Digital und Analytics, neuen Geschäftsmodellen und der übergeordneten Sinnfrage für Unternehmen. Sowohl intern als auch bei Kunden setzt BCG auf Gemeinschaft und schafft dadurch Ergebnisse, die Kunden nach vorne bringen. Das Unternehmen mit Büros in mehr als 90 Städten in über 50 Ländern erwirtschaftete weltweit mit 18.500 Mitarbeitern im Jahr 2018 einen Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen: www.bcg.de

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