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Künstliche Intelligenz verspricht deutscher Industrie zusätzliche Wertschöpfung von 60 Milliarden Euro

BCG-Studie: Neun von zehn Führungskräften weltweit planen, Künstliche Intelligenz (KI) in den nächsten drei Jahren in der Produktion einzusetzen // Deutschland droht zurückzufallen: Jedes siebte Unternehmen hat begonnen KI zu integrieren, in China und Indien ist es jedes vierte // Etwa 70 Prozent der Führungskräfte weltweit geben an, zu wenige Kompetenzen im Bereich KI zu besitzen

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Düsseldorf – Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Produktion verspricht deutschen Industrieunternehmen 60 Milliarden Euro an zusätzlicher Wertschöpfung. Das zeigt die Studie „The Ghost in the Machine: Artificial Intelligence in the Factory of the Future“, für die die Boston Consulting Group (BCG) Produktions- und Technologiemanager von rund 1100 Industrieunternehmen weltweit zu ihren KI-Einsatzfeldern und ihrer KI-Investitionsbereitschaft befragt hat. Fast 90 Prozent der Führungskräfte geben an, KI in den nächsten drei Jahren in ihre Prozesse integrieren zu wollen. Allerdings haben bisher nur 28 Prozent eine klare Strategie für KI in der Produktion entwickelt. In Deutschland haben gegenwärtig nur 23 Prozent, also gerade einmal jedes vierte deutsche Industrieunternehmen, eine KI-Strategie erarbeitet.  

 „Deutschland belegt in Sachen KI im Ländervergleich nur eine mittlere Position und droht weiter zurückzufallen. Wollen deutsche Industrieunternehmen ihre internationale Führungsposition behaupten, müssen sie deutlich stärker und schneller auf neue Technologien und intelligente Automatisierung setzen“, sagt Markus Lorenz, BCG-Partner und globaler Leiter der Beratung im Bereich Maschinenbau und Automatisierung bei BCG.

Während Deutschland noch plant, optimiert China bereits
Wie die Studie zeigt, arbeiten Unternehmen, die bereits KI in der Produktion einsetzen nach agileren Methoden: Sie testen Prototypen bereits im frühen Stadium und justieren ihre Arbeitsprozesse schneller nach.

Besonders hoch ist der Anteil der Vorreiter in den USA (25 Prozent), in China (23 Prozent) und in Indien (19 Prozent). In Deutschland nutzen gegenwärtig nur etwa 15 Prozent der Unternehmen im nennenswerten Umfang KI in ihrer Produktion.

„Während die meisten deutschen Führungskräfte sich noch mit der grundsätzlichen Frage auseinandersetzen, ob und wie sie KI nutzen können, optimieren Unternehmen in China oder Indien bereits ihre smarten Fabriken“, beobachtet Studienautor Daniel Küpper, BCG-Partner und weltweiter Leiter des BCG-eigenen Innovation Center for Operations (ICO). „In den aufstrebenden Ländern geht man beim Thema KI mutiger voran und identifiziert kontinuierlich Möglichkeiten, die neuen Technologien einzusetzen und weiter zu verbessern.“

KI als Hebel zur Produktivitätssteigerung
Der globale Branchenvergleich zeigt: Die Automobil- und Technologieindustrie sind Vorreiter beim Einsatz Künstlicher Intelligenz. Jedes fünfte Unternehmen hat in diesen Bereichen KI bereits im Unternehmen integriert. Aufholbedarf besteht hingegen vor allem bei Pharmaunternehmen und in der Medizintechnik, im Maschinenbau sowie in den Prozessindustrien. Dort nutzt aktuell nur etwa jedes siebte Unternehmen intelligente Systeme in der Produktion.

„Gerade der deutsche Maschinenbau hat bei Künstlicher Intelligenz viel zu gewinnen. Durch sie lassen sich die enormen Datenmengen nutzen, die Maschinen in der Produktion erzeugen. So können neue Geschäftsmodelle aufgebaut werden – etwa mit vorausschauender Wartung und einem optimierten Betrieb“, sagt Markus Lorenz, BCG-Partner und globaler Leiter der Beratung im Bereich Maschinenbau und Automatisierung bei BCG.

Keine Künstliche Intelligenz ohne menschliche Kompetenz
Fast 70 Prozent der befragten Führungskräfte geben an, dass ihr Unternehmen über zu wenige Kompetenzen im Bereich KI verfügt, um neue Technologien schneller einzuführen. Das gilt vor allem für die Bereiche Datenmanagement, Analytics und Programmierung. „Unternehmen kommen heute mit Ingenieurwissen allein nicht weiter. Die Mitarbeiter müssen wissen, wie sie KI anwenden“, erklärt BCG-Partner Küpper. Umso wichtiger sei es für Industrieunternehmen, ihre Mitarbeiter in den Grundlagen der KI in Produktionssystemen weiterzubilden. „Die Chance für Unternehmen besteht jetzt darin, Mitarbeiter weiterzubilden, aber auch gezielt KI-Experten einzustellen, etwa aus dem Bereich Deep Learning“, sagt Studienautor Küpper. „Denn, um KI im Unternehmen erfolgreich zu integrieren, braucht es beides: Spezialisten, die Künstliche Intelligenz einschätzen können und erfahrene Mitarbeiter, die sinnvolle Anwendungsfelder identifizieren.“

Zur Studie
Für die Studie „The Ghost in the Machine: Artificial Intelligence in the Factory of the Future“ hat die Boston Consulting Group (BCG) Führungskräfte, Produktions- und Technologiemanager von weltweit rund 1100 mittelständischer Unternehmen und Großkonzerne zur Rolle Künstlicher Intelligenz (KI) für die industrielle Produktion befragt. Die Studie zeigt den aktuellen Stand von KI in der Produktion und identifiziert Herausforderungen für Unternehmen sowie erfolgreiche Strategien, um KI in der Produktion zu integrieren. 

Pressekontakt:

The Boston Consulting Group

Marike Bartels
Media Relations
Tel. +49 211 3011-3121
bartels.marike@bcg.com

Königsallee 2
41539 Düsseldorf

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