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Stilllegungen von Öl- & Gas-Anlagen

Öl- und Gas-Förderanlagen, die in den 1970er-Jahren und danach entwickelt wurden, erreichen jetzt das Ende ihrer Nutzungsdauer, und es beginnt weltweit eine Phase mit immer mehr Offshore-Stilllegungen. Aber dieser Vorgang ist eine kostspielige Angelegenheit. Tatsächlich könnte der Wert, um den es bei der ordnungsgemäßen Abwicklung dieser Projekte geht, für viele Länder mehrere Milliarden US-Dollar betragen. Allein in der Nordsee beginnen die Gesamtschätzungen für die Stilllegungskosten bei knapp 150 Milliarden USD.

Im Golf von Mexiko ist der Stilllegungsprozess bereits weit fortgeschritten, und in der Nordsee nehmen die Aktivitäten zu. Unterdessen entstehen weltweit neue Hotspots, die sich auf eine enorme Aufgabe einstellen müssen.

An vielen neuen Hot Spots stehen die Vorbereitungen noch am Anfang. Die Stilllegung von Offshore-Anlagen erfordert ein hohes Maß an Koordination zwischen staatlichen Stellen, Betreibern und Dienstleistern – Akteure, die alle unterschiedliche Interessen verfolgen. Darüber hinaus bleibt der Löwenanteil der Stilllegungskosten in vielen Ländern an den Steuerzahlern hängen, was dazu führt, dass die Öffentlichkeit die Aktivitäten der beteiligten Unternehmen besonders kritisch beäugt.

Obwohl Betreiber und Dienstleister beim Festlegen und Umsetzen einer wirksamen Stilllegungsagenda eine zentrale Rolle spielen, müssen die nationalen Regierungen die Führung übernehmen und einen umfassenden Governance-Rahmen mit starken Institutionen vorgeben. Dieser Rahmen muss den optimalen Einsatz öffentlicher Mittel gewährleisten, zu erstklassiger Projektgestaltung und -durchführung anregen und eine wertschöpfende Zusammenarbeit in der gesamten Lieferkette fördern.

Ausgehend von unserer Erfahrung mit Stilllegungsprojekten in aller Welt haben wir fünf vorbereitende Maßnahmen ermittelt, die Regierungen ergreifen müssen:

  • Ziele, Strategie und Masterplan definieren.
  • Bei Governance, Steuern, Risikomanagement und Regulierung geeignete Rahmenbedingungen vorgeben.
  • Gemeinsame Kooperationsplattform vorgeben, auf der die Betreiber Erkenntnisse veröffentlichen, Probleme lösen und gemeinsame Kampagnen ausloten können.
  • Die Stilllegungsverpflichtungen nennen.
  • Konsequente Ergebnisziele vorgeben und verfolgen.

Stilllegungskosten senken

Öl- und Gas-Unternehmen weltweit müssen die Kosten für die Stilllegung von Bohrlöchern und Anlagen drastisch senken. Aber Kostensenkungen sind nicht nur für die Akteure der Öl- und Gas-Industrie ein Thema. Auch Regierungen haben ein berechtigtes Interesse daran: Die Steuerzahler können bei der Stilllegung von Offshore-Anlagen am Ende für bis zu 50% bis 80% der Kosten aufkommen müssen. Einige Regierungen haben die Dringlichkeit erkannt und das Ziel vorgegeben, die Stilllegungskosten um mindestens 30% zu senken. Wie sich eine Reduzierung dieser Größenordnung erzielen lässt, ist allerdings nach wie vor unklar.

Das Ziel, die Stilllegungskosten um 30% zu senken, ist ehrgeizig, unserer Erfahrung aus der Arbeit mit Regierungen und Betreibern nach aber machbar BCG hat mit ​Akteuren der Branche zusammengearbeitet, um die Stilllegungskosten auf nationaler, Unternehmens- und Projektebene deutlich zu senken. Um dies zu erreichen, benötigen Betreiber und Regierungen einen detaillierten Fahrplan, der den Einsatz von zahlreichen Hebeln regelt, die darauf ausgelegt sind, die Stilllegungsressourcen so effizient wie möglich zu nutzen.

Bei der Entwicklung von Kostensenkungsplänen für Stilllegungen haben wir Dutzende Wert- und Risikoquellen ausgemacht. Um das Wertpotenzial zu erschließen und die Risiken zu minimieren, setzen führende Betreiber und Regierungen auf sechs Kostensenkungshebel.

Reducing the Cost of Decommissioning

Oil and gas operators worldwide need to dramatically slash the costs of decommissioning wells and installations. But cost reduction isn’t a concern solely for oil and gas industry players. Governments also have a vested interest in reducing costs: taxpayers can be on the hook for as much as 50% to 80% of the bill for offshore decommissioning. Recognizing the urgency, some governments have set a goal to reduce decommissioning costs by 30% or more. But the path to achieving reductions of this magnitude remains uncertain.

Although the goal of reducing decommissioning costs by 30% is ambitious, our experience supporting governments and operators suggests that it is achievable. BCG has worked with industry players to significantly cut decommissioning costs at the national, company, and project level. To get there, operators and governments need a detailed roadmap that directs the application of a variety of levers that are designed to make the most efficient use of decommissioning resources.

In developing cost reduction roadmaps for the decommissioning process, we have identified dozens of sources of value and risk. To capture the value and mitigate the risks, leading operators and governments have applied six cost-reduction levers.

Preparing for the Next Wave of Offshore Decommissioning

The Application of Six Levers Can Enable 30% Savings

No single lever is sufficient by itself. To realize cost reductions of as much as 30%, stakeholders must take an orchestrated approach that applies each of the levers relevant to a specific decommissioning project or campaign.

Fit-For-purpose design and technology

Intelligent multiproject campaigns

Excellent project planning and execution

Factory Model

Innovative contract models

The right team

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Jacqueline Vaessen, Geschäftsführerin von NexStep, spricht über die Ziele und Prioritäten der holländischen Plattform bei Stilllegungsprojekten.

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