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Klimapfade Verkehr 2030

Philipp Gerbert Andreas Jentzsch Jens Burchardt Maria Meiler Almut Kirchner (Prognos) Alex Auf der Maur (Prognos) Samuel Strassburg (Prognos)

In der 2018 veröffentlichten Studie „Klimapfade für Deutschland“ beschreiben BCG und Prognos kosteneffiziente Pfade zur Reduktion von 80 - 95 % Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2050 (ggü. 1990). Die Studie zeigt, dass die Erreichung der deutschen Klimaziele auch ohne gesamtwirtschaftliche Einbußen möglich ist und beschreibt detailliert die dafür erforderlichen Maßnahmen in jedem Sektor der Volkswirtschaft.

Das Sektorziel Verkehr 2030 des deutschen Klimaschutzplans, eine THG-Reduktion um 40 %, wird in diesen Pfaden allerdings verfehlt. In einer neuen Analyse beschreiben BCG und Prognos vor diesem Hintergrund im Auftrag des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), mit welchen Maßnahmen und zu welchen Kosten dieses Ziel bis 2030 erreichbar wäre.

Wesentliche Kernergebnisse der Analyse sind:
• Das 40 %-Sektorziel 2030 im Verkehr ist im Vergleich zu anderen Sektoren außerordentlich ambitioniert.
• Die Erreichung des Sektorziels ist möglich, würde allerdings den Einsatz aller denkbaren technischen Hebel erfordern. Diese beinhalten eine maximal ambitionierte Verkehrsverlagerung auf effizientere Verkehrsträger wie Schiene, Bus und Binnenschiffe, deutliche Effizienzsteigerungen neu zugelassener Fahrzeuge, einen ambitionierten Einstieg in die Elektromobilität mit bis zu 10 Mio. (teil-)elektrischen Fahrzeugen in 2030 und eine deutliche Steigerung der eingesetzten Mengen CO2-neutraler Kraftstoffe.
• Die Umsetzung dieser Maßnahmen würde bis 2030 Mehrinvestitionen i.H.v. etwa € 250 Mrd. erfordern. Dafür wären deutliche politische Umsteuerungen und hohe finanzielle Anreize nötig.

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