thyssenkrupp-CEO Martina Merz von BCG und manager magazin als einflussreichste Frau der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet

  • Hochrangige Jury aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ehrt die „Top-100-Frauen der deutschen Wirtschaft“
  • Keynote von EZB-Präsidentin Christine Lagarde: „Viele Qualitäten, die die Welt heute braucht, bringen insbesondere Frauen mit.“
  • BCG Gender Diversity Index: Telekom, SAP und Fuchs Petrolub als diverseste Unternehmen in Deutschland geehrt

Hamburg—Die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und das manager magazin haben die einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft des Jahres 2021 geehrt. Eine hochrangig besetzte Jury zeichnete Martina Merz, Vorstandsvorsitzende von thyssenkrupp als Prima inter Pares unter den 100 Top-Wirtschaftsfrauen aus. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen.

Vor rund 120 Gästen nahm Martina Merz die Auszeichnung in Hamburg entgegen und sagte in ihrer Dankesrede: „Die Gesellschaft erwartet von Menschen in Führung, dass sie jetzt zusammenrücken.“ Dabei warb sie dafür, als Führungskraft bei aller nötigen Rationalität auch stets empathisch zu sein. „Die Aufgabe von Führungskräften ist, auch in schwierigen Zeiten Hoffnung zu verbreiten und zu stärken“, betonte sie. „Danke, dass Sie uns die Chance geben, uns in dieser besonders schweren Zeit zu treffen. Unter so vielen Frauen zu sein, ist wahnsinnig kraftspendend. Ich gehe gestärkt aus dieser Veranstaltung heraus.“

Christine Lagarde: Weibliche Führungsqualitäten gefragt                            

Ehrengast des Events war Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Ihre Keynote nutzte sie, um den Gästen in Zeiten der „Dauerkrise“ – Ukraine-Krieg, Inflation und die anhaltende Coronapandemie – Orientierung zu geben. „Erstens sollten wir die heutigen Herausforderungen genau verstehen, um effektive Maßnahmen einzuleiten“, sagte Lagarde. Sobald man dieses Verständnis habe, müsse man daraus ableiten, welche Führungsqualitäten für die Lösung des Problems nötig seien.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass viele der Qualitäten, die die Welt heute braucht, diejenigen sind, die insbesondere Frauen mitbringen“, sagte Lagarde. Dazu zähle, dass Frauen eher bereit dazu sind, aus ihrem engen Kreis herauszutreten und interdisziplinär zu arbeiten. „Zweitens: Frauen haben einen breiteren Fokus – wodurch sie eher geneigt sind, ihr soziales und ökologisches Umfeld zu berücksichtigen.“ Und drittens, das sei die wohl wichtigste Fähigkeit: „Frauen neigen dazu, Vertrauen und Gemeinschaft zu schaffen.“

Die beiden Juryvorsitzenden und Gastgeber des Abends, Sven Oliver Clausen, Chefredakteur des manager magazin, und Matthias Tauber, Europachef von BCG, betonten angesichts der aktuellen Krisen, Vielfaltsbemühungen nicht zu vernachlässigen. „Unser aller Gesundheit, Sicherheit und der Beistand für die Menschen in der Ukraine stehen zu Recht im Fokus“, sagte Matthias Tauber. „Dennoch dürfen wir nicht vergessen, welche Auswirkungen die Krisen auf unsere Vielfaltsbemühungen haben.“ Dem pflichtete Sven Clausen bei: „Es passiert gerade so viel auf der Welt, das uns zutiefst beschäftigt. Wir möchten ein Zeichen setzen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Es ist wichtiger denn je, dass wir miteinander verbunden bleiben, verschiedene Perspektiven austauschen und in den Dialog treten.“

Deutsche Telekom ist Diversity-Champion

Die Boston Consulting Group ermittelt im jährlich erscheinenden BCG Gender Diversity Index die sogenannten Diversity-Champions der 100 größten deutschen börsennotierten Unternehmen. Die drei vielfältigsten Firmen wurden während der Veranstaltung in Hamburg ebenso wie die Top-100-Frauen ausgezeichnet. Auf Platz eins des Rankings landete wie im Vorjahr die Deutsche Telekom, die damit erneut Diversity-Champion ist. Katrin Terwiel, Vice President Diversity & Global Talent, nahm den Preis entgegen. Platz zwei der Bestenliste belegt SAP. Die Auszeichnung für den Softwarehersteller übergab Moderatorin Simone Salden an Nina Strassner, Head of Diversity & Inclusion. Fuchs-Petrolub-CEO Stefan Fuchs freute sich über Platz drei im BCG Gender Diversity Index für den Schmierstoffhersteller und nahm den Preis auf der Bühne entgegen.

Untersuchungsgrundlage für die Bestenliste ist der Anteil an Männern und Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat des jeweiligen Unternehmens sowie die Verteilung der Vergütung in den beiden Gremien nach Ausweis des letzten vollständigen Jahresberichts. Diese vier Faktoren gehen jeweils zu einem Viertel in die Bewertung ein.

Diversität erhöht den ESG-Score

Der aktuelle BCG Gender Diversity Index - Tackling the Green Gap zeigt zudem eine Korrelation von Diversität und Nachhaltigkeit. „Unternehmen, die gut im BCG Gender Diversity Index abschneiden, haben häufig einen hohen ESG-Score. Konzerne, die Geschlechterdiversität im Top-Management fördern, sind oft sozialer, ökologischer und nachhaltiger“, sagte BCG-Europachef und Co-Juryvorsitzender Matthias Tauber. „Auch wenn die aktuellen Krisen zurzeit vieles überschatten, darf die Gleichberechtigung von Frauen nicht aus dem Blick geraten. Nicht nur Unternehmen, sondern die ganze Gesellschaft profitiert davon.“

Matthias Tauber übergab am Abend seinen Jurysitz an den neuen Deutschlandchef von BCG, Michael Brigl, der sich auf seine neue Aufgabe freut: „Ich habe schon früh bei BCG gelernt, dass Vielfalt Innovationen fördert – und für die größten Herausforderungen braucht es die klügsten Köpfe.“

So entsteht die Bestenliste

Die Auszeichnung der Top-100-Frauen erfolgt in sieben Kategorien: Managerinnen, Unternehmerinnen, Aufsichtsrätinnen, Expatriates, Partnerinnen, Influencerinnen und Watchlist. Die Jury zeichnet jedes Jahr eine Frau aus, die als Prima inter Pares stellvertretend für die gesamte Initiative steht.

manager-magazin-Chefredakteur Sven Oliver Clausen und der neue BCG-Deutschlandchef Michael Brigl sitzen der Jury vor. Weitere Mitglieder sind Dr. Werner Brandt (Aufsichtsrat RWE und ProSiebenSat.1 Media), Saori Dubourg (Mitglied des Vorstands bei BASF), Dr. Belén Garijo (Merck-CEO und Prima inter Pares 2020), Carsten Kratz (Partner und Leiter der DACH-Region bei Bridgepoint), Christine Lambrecht (Bundesministerin der Verteidigung), Prof. Dr. Isabell M. Welpe (Professorin für Betriebswirtschaftslehre/Strategie und Organisation, Technische Universität München) und Christoph Zeiss (Mitgründer und Managing Partner der Personalberatung Heads!).

Über BCG

Die Boston Consulting Group (BCG) unterstützt führende Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit dabei, Herausforderungen zu meistern und Chancen zu nutzen. Seit der Gründung 1963 leistet BCG Pionierarbeit im Bereich Unternehmensstrategie. Die Boston Consulting Group hilft Kunden, umfassende Transformationen zu gestalten: Die Beratung ermöglicht komplexe Veränderungen, eröffnet Wachstumschancen, schafft Wettbewerbsvorteile, verbessert die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und bewirkt so dauerhafte Verbesserungen des Geschäftsergebnisses.

Nachhaltiger Erfolg erfordert die Kombination aus digitalen und menschlichen Fähigkeiten. Die vielfältigen, internationalen Teams von BCG bringen tiefgreifende Expertise in unterschiedlichen Branchen und Funktionen mit, um Veränderungen anzustoßen. BCG verzahnt führende Management-Beratung mit Expertise in Technologie, Digital und Analytics, neuen Geschäftsmodellen und der übergeordneten Sinnfrage für Unternehmen. Sowohl intern als auch bei Kunden setzt BCG auf Gemeinschaft und schafft dadurch Ergebnisse, die Kunden nach vorne bringen. Das Unternehmen mit Büros in mehr als 90 Städten in über 50 Ländern erwirtschaftete weltweit mit 25.000 Mitarbeitern im Jahr 2021 einen Umsatz von 11 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen: www.bcg.de

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