- Die Boston Consulting Group (BCG) und das manager magazin küren in München zum elften Mal die „Top 100 Frauen der deutschen Wirtschaft“
- Prima inter Pares 2025: Jeannette zu Fürstenberg – President und Managing Director des US-Fonds General Catalyst und Vernetzerin von Start-up-Welt, Industrie und Kapital
- Thema des Abends war auch der BCG Gender Diversity Index 2025: Zwar stagniert der Frauenanteil in deutschen Vorständen, gleichzeitig bleibt Vielfalt ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen
München—BCG und das manager magazin haben gestern Abend vor rund 200 Gästen zum elften Mal die 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft des Jahres 2025 ausgezeichnet. Als Prima inter Pares wurde durch eine hochrangig besetzte Jury Jeannette zu Fürstenberg gekürt, President und Managing Director bei General Catalyst und eine der wirkungsmächtigsten Investorinnen Europas.
Die Verleihung fand erstmals im Rahmen eines Networking-Dinners in München statt – einem Standort, der wie kaum ein anderer für die Verbindung von industrieller Stärke und technologischer Innovationskraft steht. Vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Transformation des Wirtschaftsstandorts Deutschland setzt die Top100Frauen-Initiative genau hier an: Sie bringt die entscheidenden Führungspersönlichkeiten zusammen, die mit Mut, Vision und Gestaltungskraft den Wandel vorantreiben.
Jeannette zu Fürstenberg: Gestalterin der europäischen Tech-Landschaft
Jeannette zu Fürstenberg zählt zu den prägenden Investorinnen einer neuen Generation in Europa und steht für unternehmerische Vision und konsequente Umsetzungsstärke. Als Europachefin des US-Fonds General Catalyst hat sie sich als führende Frühphaseninvestorin etabliert und treibt seit Jahren den Aufbau skalierbarer Technologieunternehmen voran. Mit ihrem Fokus auf Zukunftsfelder wie Künstliche Intelligenz vernetzt sie gezielt Start-ups, Industrie und Kapital und stärkt so die technologische Entwicklung Europas. „Die Auszeichnung als Prima inter Pares verstehe ich als Auftrag. Deutschland und Europa können die technologische und geopolitische Neuordnung noch mitgestalten, aber nur, wenn wir aufhören, Ambiguität zu verwalten und anfangen zu handeln. Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft kennen die Antworten. Es fehlt nicht an Kompetenz, Ideen oder Talent, sondern an Mut und Koordination, entschlossen zu handeln, bevor andere das Tempo vorgeben“, so zu Fürstenberg. Wer zu lange zögere, verliere – nicht trotz seiner Vorsicht, sondern wegen ihr. „Deshalb brauchen wir Menschen mit den besten Antworten am Tisch, nicht die, die schon immer dort saßen. Genau dafür setze ich mich ein, genau dafür brauchen wir diese Initiative“, betont zu Fürstenberg.
Transformation braucht mutige Entscheiderinnen Den Abend eröffneten die beiden Juryvorsitzenden Isabell Hülsen, Chefredakteurin des manager magazin, und Michael Brigl, Zentraleuropa-Chef der Boston Consulting Group. In ihrer Begrüßungsrede betonten beide die strategische Bedeutung von Geschlechtervielfalt für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
„Die Top100Frauen-Initiative macht sichtbar, wer die Wirtschaft von morgen gestaltet. Vielfalt ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gerade jetzt braucht es mehr Frauen in Führungspositionen – denn Fortschritt entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen“, so Hülsen.
Michael Brigl ergänzte: „Deutschland braucht eine tiefgreifende Transformation – wirtschaftlich, technologisch und gesellschaftlich. Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir das Potenzial haben. Sondern ob wir den Mut aufbringen, es zu nutzen. Die Frauen auf dieser Liste zeigen, wie das geht: mit Entschlossenheit, Umsetzungskraft und der Fähigkeit, andere mitzunehmen."
BCG Gender Diversity Index 2025: Vielfalt als Erfolgsfaktor
Ein wichtiges Thema des Abends waren die aktuellen Ergebnisse des BCG Gender Diversity Index, den BCG gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) seit 2017 erhebt. Die Analyse verdeutlicht: Der Fortschritt bei der Geschlechterparität in deutschen Top-Unternehmen stagniert – der Frauenanteil in Vorständen liegt unverändert bei 21 %, in Aufsichtsräten bei 37 %. 28 der 100 größten Unternehmen haben weiterhin keine Frau im Vorstand.
Eine verpasste Chance, denn die Untersuchung zeigt: In den betrachteten Unternehmen besteht ein Zusammenhang zwischen Vielfalt und gesteigertem Unternehmenserfolg nach Restrukturierungen.
So werden die Top100 und das Nachwuchsprogramm bestimmt
Die Top-100-Auszeichnung würdigt einflussreiche Frauen aus der deutschen Wirtschaft, wobei nicht allein Seniorität entscheidend ist, sondern vor allem nachweisliche Wirkung. Der Jury gehören neben den beiden Vorsitzenden an: Renate Wagner (Vorstandsmitglied Allianz, Prima inter Pares 2024), Dr. Werner Brandt (Aufsichtsratsvorsitzender RWE), Eva Buchhorn (Autorin manager magazin), Franziska Kayser (Partnerin KKR), Carsten Kratz (Deutschlandchef Bridgepoint), Claudia Kruse (Leiterin Nachhaltiges Investieren, APG Asset Management), Clara-Christina Streit (Multiaufsichtsrätin und Vorsitzende der Governance-Kommission), Prof. Dr. Isabell M. Welpe (Professorin für Betriebswirtschaftslehre/Strategie und Organisation, Technische Universität München) und Christoph Zeiss (Mitgründer und Managing Partner der Personalberatung Heads).
Mit dem Nachwuchsprogramm „A Seat at the Table“ (SEAT) schließt die Initiative eine strategische Lücke: Zum fünften Mal nominierten die Top-Frauen des Vorjahres die nächste Generation vielversprechender Talente – unabhängig vom Geschlecht. Diese konnten in den vergangenen Monaten an exklusiven Netzwerkveranstaltungen und BCG-Workshops teilnehmen und erhielten Karriereratschläge aus erster Hand. Die Kohorte 2026 wird nun von den Top-Frauen 2025 bestimmt.
Pressekontakt:
Boston Consulting Group
Simona Gulich
Media Relations Specialist
+49 151 10386025
Über BCG
Die Boston Consulting Group (BCG) ist eine weltweit führende Unternehmensberatung. Gemeinsam mit Führungskräften aus Wirtschaft und Gesellschaft treiben wir tiefgreifende Transformationen voran. Seit der Gründung 1963 leistet BCG Pionierarbeit im Bereich Unternehmensstrategie. Unser Ziel: Organisationen so stärken, dass sie wachsen, nachhaltige Wettbewerbsvorteile entwickeln und positiven gesellschaftlichen Wandel gestalten können.
BCG steht für erstklassige Strategieberatung mit Technologiekompetenz sowie unternehmerischer Umsetzungskraft – von digitalen Geschäftsmodellen bis zu Corporate Ventures. Unsere internationalen Teams vereinen Branchenwissen, funktionale Expertise und vielfältige Perspektiven – sie hinterfragen den Status quo und setzen Impulse für echte Veränderung. Unser Beratungsmodell ist einzigartig: Es setzt auf enge Zusammenarbeit innerhalb unserer Teams und bei unseren Kunden – über alle Organisationsebenen hinweg.
BCG ist mit rund 33.500 Mitarbeitende in über 100 Städten und mehr als 50 Ländern vertreten. Weltweit erzielte BCG im Jahr 2025 einen Umsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen: www.bcg.com