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Düsseldorf—Fortschritte bei Modellen, Hardware und Infrastruktur lassen die Preise für die Verarbeitung von Tokens kontinuierlich sinken– doch für Unternehmen bedeutet das nicht automatisch niedrigereKI-Ausgaben. Im Gegenteil: Immer mehr Mitarbeitende nutzen KIundUnternehmen integrieren sie in immer mehr Prozesse.Der Verbrauch wächst dadurch schneller, als die Preise fallen.Ein Phänomen, das dieUnternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG)in einer neuen Analyse genauer beleuchtet.„Für Unternehmenzeigt sichaktuellein paradoxes Bildbeim Einsatz künstlicher Intelligenz“, beschreibt Andrej Levin, Senior Partner und KI-Experte bei BCG, die Situation.Die entscheidende Größe istlautdes Expertenmittlerweilenicht mehr allein der Preis eines Tokens:„CIOsund CFOs müssenjetzt genauerverstehen, wie viel KI ihr Unternehmen tatsächlich konsumiert, wo dieser Verbrauch entsteht und welchen Geschäftswert er erzeugt“, so Levin.

Drei Hebel können KI-Ausgaben um bis zu 50 Prozent reduzieren

Insbesondere KI-Agenten verändern die Kostenlogik:Ein Mensch stößt einzelne Modellanfragen an und setzt damit eine natürliche Grenze für den Verbrauch. Ein Agent kann dagegen selbstständig Aufgaben zerlegen, Tools und weitere Modelle aufrufen, Ergebnisseüberprüfen und Arbeitsschritte wiederholen. Jeder dieser Schritte verbraucht weitere Tokens. Zudem wird bei längeren Abläufen bereits aufgebauter Kontext wiederholt mitverarbeitet. „Gerade bei KI-Agenten reicht es nicht, Lizenzen einzukaufen und auf sinkende Modellpreise zu hoffen“, sagtLevin. „Unternehmen müssen Verbrauch sichtbar machen und aktiv steuern, bevor daraus eine Kostenposition entsteht, die zwar bezahlt, aber kaum verstanden wird.“Damitdies gelingt, identifiziert BCG drei Stellschrauben, mit denen Unternehmen ihre heutigenTokenausgabenum bis zu 50 Prozent reduzieren können.

Intelligente Nutzung („SmartUsage“) bietet rund 15 Prozent Einsparpotenzial: Unternehmen sollten KI nur dort einsetzen, wo sie klassischen Toolsüberlegenist,zudem sollten sieKontextmengen und Outputs begrenzen und Agenten-Schleifenkontrollieren. Intelligente Infrastruktur („Smart Infrastructure“) ist mit rund 20 Prozent der größte Hebel: Sie verankert Kosteneffizienz technisch, indem Anfragen automatisch an das jeweils geeignete Modell geleitet, Zugriffe und Budgets gesteuert und bereits geleistete Rechenarbeitenwiederverwendet werden. Intelligente Beschaffung („SmartContracting“) kann weitere rund 15 Prozent beitragen: Unternehmen schaffen Preistransparenz, richten Abnahmeverpflichtungen am tatsächlichen Bedarf aus und erhöhen durch Wettbewerb zwischen Anbietern ihre Verhandlungsmacht.

Jede zusätzliche Investition in KI muss klaren Wert stiften

„Der falsche Reflex wäre, aus Sorge vor steigenden Kosten die KI-Nutzung zu bremsen“, sagt Levin. „Ein zusätzlicher Euro für KI ist gut investiert, wenn er einen entsprechend höheren Geschäftswert schafft. Problematisch wird es dort, wo Unternehmen weder den Verbrauch noch den daraus entstehenden Nutzen kennen.“Um dem vorzubeugen,adressieren die drei HebelzusammengenommenVerbrauch, technische Ausführung und Einkaufspreis.Dabeigreifensieineinander:Technische Wahlfreiheit schafft beispielsweise erst die glaubwürdige Möglichkeit, Workloads zwischen Anbietern zu verschieben – und damit zusätzliche Verhandlungsmacht.Und günstigere Batch-Konditionen wiederum können nur genutzt werden, wenn sowohl Nutzerverhalten als auch technische Infrastruktur darauf ausgelegt sind.

Der erste Schritt istbei sämtlichen StellschraubenTransparenz: Unternehmen müssen wissen, welche Nutzer, Anwendungen, Modelle und Anbieter Verbrauch und Ausgaben verursachen und wie sich beides mit wachsender KI-Nutzung entwickelt. Darauf aufbauend können sie Maßnahmen priorisieren, technische Leitplanken etablieren und Verantwortlichkeiten definieren. Langfristig reicht reine Kostenkontrolle jedoch nicht aus:Unternehmen müssenvielmehrin der Betrachtungihre KI-Ausgaben mit Qualität, Geschäftsergebnis und dem zusätzlich erforderlichen menschlichen Aufwand verknüpfen. Aus der Steuerung desTokenverbrauchswird so schrittweise eine Steuerung nachdem „Return on AI“ – und somit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil: „Die Gewinner werden nicht die Unternehmen sein, die am wenigsten für KI ausgeben“, sagt Levin. „Sondern diejenigen, die wissen, wo jeder zusätzliche Euro für KI wirklich Wertstiftet.“

Pressekontakt:

Felix Kupferer
Media Relations Specialist
M +49 151 67014360

Überdie Analyse

Der Report„The New Economics of AI –ThreeLevers to Take Control of TokenCost“basiert auf der umfassenden Erfahrung der Boston Consulting Group aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen bei der Skalierung und wirtschaftlichen Steuerung von künstlicher Intelligenz. Er verbindet Erkenntnisse aus Kundenprojekten mit BCG-Expertise in den Bereichen KI-Strategie, Technologie und Infrastruktur, Einkauf sowie Kostenoptimierung.

Über BCG

Die Boston Consulting Group hilft führenden Unternehmen und Organisationen weltweit, ihre Ambitionen in messbare Ergebnisse zu überführen. Was uns dabei seit jeher auszeichnet: strategische Klarheit – heute verstärkt durch angewandte KI – gestützt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung und fundiertes Branchenwissen. BCG arbeitet weltweit und branchenübergreifend eng mit CEOs sowie Entscheiderinnen und Entscheidern zusammen, um tiefgreifende Veränderungen in großem Maßstab zu ermöglichen: höhere Renditen, nachhaltig aufgebaute Kompetenzen und Veränderung, die bleibt. BCG ist mit rund 33.500 Mitarbeitenden in über 100 Städten und mehr als 50 Ländern vertreten und erzielte 2025 einen weltweiten Umsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar.

Weitere Informationen hier: www.bcg.com

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